Samstag, 7. Januar 2017

Best Hot Dog in Town


Ich war noch nie ein Fan von Hot Dogs (schon gar nicht bei Ikea) und meine Bilanz nach zwei Jahren USA ist in dieser Hinsicht gleich null. Entsprechend lang hat es gedauert, bis Chris mich heute zu einem Besuch bei Jack's Cosmic Dogs überreden konnte. Aber da mein Patenkind in Deutschland ebenfalls Jack heißt und heute Geburtstag hat, habe ich mich zur Feier des Tages geschlagen gegeben.
Bereut? Ganz im Gegenteil. Der Laden ist ziemlich originell im Weltraum-Stil eingerichtet und die Karte ebenso kreativ: Hier wird die Wurst nicht einfach mit Senf und Zwiebeln ins labbrige Brötchen geworfen, sondern kommt als Omega Dog mit reichlich Käse, als Atomic Dog mit Chili oder eben als klassischer Cosmic Dog mit Krautsalat und Süßkartoffel-Senf daher. Letzterer hat mich ziemlich überzeugt, genauso wie die selbst gemachten Fritten. Ben war happy mit seinem simplen Kids-Menü ohne Schnickschnack und Chris etwas neidisch, weil sein Hot Dog auch sehr gut, aber eben nicht so genial wie meiner schmeckte.
Zum Nachtisch ein Softeis mit Schoko-Soße beziehungsweise Oreo-Keks-Bröseln und der Fast-Food-Samstag konnte satt und zufrieden abgehakt werden. Also, liebe Leute, die uns 2017 in Charleston besuchen werden: Der Laden ist ein fester Programmpunkt und nach diesen amerikanischen Hot Dogs wird niemand mehr bei Ikea essen wollen.












Montag, 26. Dezember 2016

Unser Weihnachtswochenende


Weihnachten bei über 20 Grad mit viel Sonnenschein: Was will man mehr? Wir waren jedenfalls sehr zufrieden und hatten ein wunderschönes Wochenende. Am Heiligen Nachmittag ging es zunächst in den Kindergottesdienst, zu dem Benjamins Preschool eingeladen hatte. Überraschenderweise saß Ben die ersten 20 Minuten etwas eingeschüchtert auf Papas Schoß und fing erst danach an, gemeinsam mit seinen Freunden durch die Kirche zu rasen und dabei "Bagger, Bagger" zu rufen. Zwar gab es am Ende kein richtiges Glockengeläut, als letztes Lied bei Kerzenschein "Silent Night" zu singen, hat uns dennoch in Weihnachtsstimmung versetzt.
Den Abend haben wir, wie bereits im letzten Jahr, bei deutschen Freunden verbracht: Für die Kids gab es schon ein erstes Geschenk unter dem Tannenbaum, der Rest folgte klassisch amerikanisch am nächsten Morgen bei uns Daheim im Schlafanzug. Einziger Unterschied: Bei uns schaute natürlich das Christkind vorbei, und nicht Santa. Dass die Weihnachtspakete unserer Familien nicht rechtzeitig ankamen, stellte sich letztlich als kein Problem heraus. Ben war vor lauter Aufregung mit drei Geschenken schon so überfordert, dass wir ihm gar nicht mehr hätten geben können. Es flossen sogar ein paar Tränen. Die waren allerdings ziemlich schnell getrocknet, als er zuletzt einen knallgelben Bagger aus dem Geschenkpapier wickeln konnte. Große Liebe! Und dann sogar inklusive Transport-Truck. Der hat übrigens auch Papas Herz höher schlagen lassen...
Nach der ganzen Aufregung musste dringend frische Luft her. Ab zum Strand! Ein bisschen spazieren, buddeln und relaxen. Am Nachmittag blieb dann noch genug Zeit, um sämtliche Funktionen des Baggers zu erkunden und ihn durch das gesamte Apartment zu schieben. Dabei wurde zu Bens großer Freude auch der liebe Papa wieder zum Kind...
Da während des Tages eine nicht unwesentliche Menge gegessen wurde, stand am frühen Abend noch einmal ein kleiner Verdauungsspaziergang in der Abendsonne von Shem Creek an. Ich liebe diese Bucht mit ihren Shrimp-Kuttern, umherfliegenden Pelikane und (mit Glück) Delfinen im Wasser! Chris hatte dann noch die tolle Idee, den Weihnachtstag am Park Circle ausklingen zu lassen: Ein riesiger, begehbarer Kreisverkehr, der mit Hunderten leuchtenden Weihnachtsbäumen ausgestattet ist. Ben lief staunend von einem zum anderen, erklärte uns jeweils auf deutsch-englisch "a baum" und hat dann versucht, die Kugeln abzuziehen. Herrlich!



















Donnerstag, 15. Dezember 2016

Drei Tage in New Orleans

Unser letzter Trip in diesem Jahr hat uns Mitte November nach New Orleans geführt. Da zu Benjamins Lieblingsthemen neben Baggern und Feuerwehr gerade Flugzeuge zählen, war der kurze Flug überhaupt kein Problem, vermutlich sogar sein persönliches Highlight des Kurzurlaubs. Damit wir uns nach der Ankunft die Beine vertreten konnten, sind wir mit dem Mietauto zunächst raus aus der Stadt zu den Lower-Mississippi-Plantagen gefahren. Besichtigt haben wir Oak Alley, eine wunderschöne Anlage mit viel Raum für Ben zum Herumrasen und Entdecken. Chris hat sogar an einer Hausführung teilgenommen und die "volle Packung Geschichte" mitgenommen.
Die Plantage liegt genau am Mississippi-Ufer, dem wir natürlich auch einen Besuch abstatten mussten. Davon war ich allerdings ein bisschen enttäuscht. Keine Ahnung warum, vielleicht hatte ich noch die romantische "Huckleberry-Finn-Version" im Kopf.
Am nächsten Morgen hat es uns ins Herz von New Orleans geführt, genauer gesagt ins "French Quarter". Wie der Name schon sagt, der Einfluss französischer Kolonialisten ist unübersehbar. Man fühlt sich in manchen Gassen wie in Paris, leider ist es auch teilweise genauso dreckig. Wunderbar dagegen, dass aus vielen Bars und Restaurants Jazz-Musik ertönt. Gefrühstückt haben wir die in New Orleans angesagten "Beignets", also frittierte Doughnuts mit Unmengen Puderzucker drüber. Ein bisschen zu süß für unseren Geschmack, also gab es dazu ein "typisch-leichtes" amerikanisches Frühstück mit Eiern, Bratkartoffeln und Sausages.
Bei der anschließenden Mississippi-Rundfahrt mit dem Raddampfer hat sich Ben zu einem Mittagsschläfchen hinreißen lassen und wir konnten uns mit einem stilechten Bloody Mary in der Hand zurücklehnen und die Jazz-Band an Bord genießen. Absolut empfehlenswert!
Nachmittags ging es zurück durch's French Quarter in den Louis-Armstrong-Park, wo ein Musik-Festival stattfand. Ben hat das Publikum mit ein paar Tanzeinlagen zum Lachen gebracht und danach haben wir uns an den Foodtrucks durch die kreolische Küche probiert. Sehr, sehr lecker! Ein Abendprogramm gab es auch an diesem Tag nicht. Damit solche Trips für Ben zu schaffen sind, fahren wir in der Regel am frühen Abend zurück ins Hotel und lassen alles ganz ruhig ausklingen.
Fit und ausgeschlafen wurde am dritten Tag noch einmal der Mietwagen ausgekostet. Wir wollten ein bisschen die Gegend außerhalb des Stadtkerns erkunden: Zuerst stand ein altes Fort auf dem Programm und danach ein Spaziergang über einen Holzsteg durch ein Naturschutzgebiet, übrigens inklusive Alligator im Wasser! Erste Reaktion: Kind auf den Arm nehmen, zweite: Entfernung einschätzen (glücklicherweise weit weg!!) und erst dann in Ruhe fotografieren. Am Nachmittag mussten wir unbedingt noch durch den historischen Garden District von New Orleans mit seinen wunderbaren Häusern, riesigen Gartenanlagen und dekorativen Straßenschildern (auf dem Boden) schlendern. Ein tolles Lokal zum Lunchen ist dort übrigens das Red Dog Diner, nette Atmosphäre, leckere Salate und zur Vorspeise ein Spinach-Artichoke-Dip zum Niederknien. Zuletzt stand noch eine Runde Spielplatz im Audubon-Park an, dann ging es schon zurück ins Hotel zurück und am nächsten Morgen in den Flieger nach Charleston. 


























Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...