Sonntag, 21. Mai 2017

Unser Wochenende in Bildern

Ich schreibe gerade einen Text über die Schwangerschaftsvorsorge in den USA. Der ist allerdings noch nicht fertig und wird erst in den nächsten Tagen online gehen. Als Ersatz ein paar Bilder zu unserem wunderbaren Wochenende. Wir genießen die Zeit mit Ben gerade in vollen Zügen, bevor Ende Juni ein weiterer Wirbelwind unsere Welt auf den Kopf stellt und uns zur "family of four" macht. Mit einem Säugling werden Strandbesuche bei über 30 Grad natürlich erst einmal nicht drin sein. Daher können wir von "Sonne, Sand mehr Meer" in diesen Tagen gar nicht genug bekommen: Das Wochenende wurde direkt am Freitagabend mit einem Strandbesuch eingeleitet. Ben war so schnell im Wasser, dass wir ihm gar keine Badehose mehr anziehen konnten. Ein wenig plantschen, mit Papa ein paar Krebse und Muscheln genauer untersuchen, dann ging es schon wieder im Sonnenuntergang zurück nach Hause. Am Samstag stand ein Lunch-Date mit Freunden auf dem Programm. Ort des Geschehens: The Pickled Palate, ein kleines Bistro mit einem verwunschenen Garten im Vintage-Style. Hier gibt es sehr, sehr leckere Italian Panini und ganz viel Platz zum Spielen für die Kids.
Nach dem Mittagsschlaf waren wir auf einem Kindergeburtstag eingeladen. Typisch amerikanisch übrigens: Die Einladung galt von 3.30 bis 5 Uhr nachmittags. Genau 1,5 Stunden lang. Ich kann es der Mutter des Geburtstagskindes aber nicht verübeln: Sie hat erst vor zwei Wochen ihr zweites Kind bekommen. Respekt, dass sie überhaupt eingeladen hat. Ben hatte jedenfalls großen Spaß: Im aufgebauten Pool, im kleinen Kinder-Häuschen und natürlich vor allem mit der leckeren Torte, von der ich persönlich gerne ein zweites Stück gegessen hätte. Die Kalorienbombe landete aber schnell wieder in der klimatisierten Küche und so gut wie alle anderen Erwachsenen haben auch nicht davon gegessen. Chance vertan...
Sonntagmorgen wurde natürlich wieder der Strand angesteuert. Freunde hatten sich spontan dazu gesellt und so hatten wir einen unterhaltsamen und sehr entspannten Vormittag. Ben und seine Freundin June saßen die meiste Zeit in einem gebuddelten Loch und haben mit dem Schlamm gespielt. Praktisch für uns, keiner musste bei der Hitze den beiden 2-Jährigen hinterherrennen.
Nachmittags gab es auf unserer Terrasse selbst gemachten Nusskuchen (leider viel zu trocken, da half auch die Sahne nicht). Danach haben Ben und Chris den nächsten Spielplatz unsicher gemacht, während mich der Schreibtisch rief: Die letzten Korrekturen meiner Dissertation sind in der Zwischenzeit angekommen und ich will die Änderungsvorschläge und Kritikpunkte natürlich bearbeiten, bevor das Baby kommt.
Abends haben Chris und ich es endlich auch geschafft, unsere Anträge auszufüllen, damit wir bei der kommenden Bundestagswahl als sogenannte "Auslandsdeutsche" mitentscheiden dürfen. Der Papierkram war letztlich doch nicht so aufwändig, wie befürchtet. Jetzt sind wir gespannt auf die Wahlunterlagen, die uns zugesandt werden.



















Sonntag, 7. Mai 2017

Unser kleiner Amerikaner ist jetzt auch offiziell Deutscher


Die umständliche deutsche Bürokratie verfolgt uns bis nach Amerika: Rund ein Jahr hat es seit der Beantragung gedauert, bis Benjamins deutscher Pass letztens per Kurier bei uns eintrudelte. Dabei war damals im deutschen Generalkonsulat in Atlanta die Rede von drei bis vier Monaten. Auf meine freundliche Nachfrage habe ich vor einigen Wochen eine recht knappe und unfreundliche Mail in schönstem Behördendeutsch bekommen, dass die bislang fehlenden Unterlagen von unserer Seite halt noch immer nicht eingegangen sind. Zwei Stunden später dann eine zweite Nachricht: "Bitte ignorieren Sie die Aufforderung der vorherigen Mail" mit dem Hinweis, dass Benjamins Akte einfach auf dem falschen Stapel lag und der Pass jetzt zum Druck geleitet werde. Kurze Entschuldigung? Fehlanzeige. Ach ja, immerhin eine gute Vorbereitung auf unsere endgültige Rückkehr nach Deutschland im nächsten Jahr...
Wie unkompliziert war stattdessen die Beantragung des amerikanischen Passes, der Benjamin durch seine Geburt in den USA automatisch zusteht: Mit der ausgefüllten application, der Geburtsurkunde, Fotos und den elterlichen Ausweisen ging es im letzten Jahr zu einem offiziellen "passport office", wozu ausgewählte Postämter, öffentliche Bibliotheken oder Gerichte zählen. Die entsprechenden Mitarbeiter sind dort autorisiert, die Bewerbungsunterlagen zu prüfen und zum U.S. Department of State zu senden. Rund drei Wochen später lag der Pass in unserem Briefkasten.
Benjamins amerikanische und deutsche Staatsbürgerschaft gelten beide dauerhaft, er muss sich später nicht entscheiden. Chris und ich haben durch den U.S.-Pass unseres Kindes übrigens zunächst keine Vorteile. Sollte sich Ben allerdings entscheiden, später in den USA leben zu wollen, kann er laut dem Einwanderungsgesetz ab einem Alter von 21 Jahren einen Antrag auf Familienzusammenführung stellen und eine Green Card für uns als seine Eltern beantragen.

Samstag, 29. April 2017

Unser Osterwochenende in Bildern


Es ist schon zwei Wochen her, aber in South Carolina ticken die Uhren halt etwas langsamer. :-) Mit etwas Verspätung daher nun eine kleine Bilderflut zu unserem Osterwochenende. Die Feiertage konnten nicht besser starten als mit einem ausgiebigen Frühstück in meinem liebsten französischen Café. Milchkaffee und Croissants? Die gibt es nirgendwo besser. Danach zog es uns an den Strand. Zum Baden war es noch zu kühl, aber Ben war ohnehin zu beschäftigt mit seinem Truck. Stundenlang Löcher graben und Sand verfahren, das machte am Ende hungrig. Auf dem Rückweg nach Hause haben wir noch schnell an einer Pizzeria gehalten und der Tag war perfekt.
Das Eierfärben am nächsten Morgen gestaltete sich dann alles andere als einfach. Ben hat den ganzen Zauber nicht verstanden und wollte sein Ei direkt pellen - wie immer. Färben? Warum das denn auf einmal? Die Geschichte vom Osterhasen kam also (trotz des kleinen Büchleins von den Großeltern) noch nicht so an. Hoffen wir auf das nächste Jahr. Ansonsten stand viel Zeit auf der Terrasse auf dem Programm: zum Entspannen, Grillen und natürlich Baggerfahren.
Große Erwartungen hatten wir Eltern am Ostersonntag, nachdem wir am Abend vorher kleine Schokoeier und die typischen amerikanischen Plastikeier zum Aufklappen in der Wohnung versteckt hatten. Auch hier lief es anders als geplant: Ben fand die Idee, die gefundenen Eier in dem bereitgelegten Körbchen abzulegen, ziemlich blöd. Die meiste Schokolade wurden lieber direkt verdrückt und die in den Plastikeiern versteckten Sticker direkt auf ein Papier aufgeklebt. Immerhin war er auf diese Weise beschäftigt und ich konnte den Tisch decken: Ein süßes Frühstück mit selbst gemachtem Rosinenstuten wartete auf uns! Köstlich, sagten zumindest meine Männer. Mein Geruch und Geschmack wurde durch eine Nasennebenhöhlenentzündung flachgelegt und ich habe nix geschmeckt. Keinen Stuten, keine Schokoeier, keinen Schokohasen. Das war für mich in dieser Hinsicht ein sehr trauriges Osterfest...
Nach dem Frühstück dann ein netter Spaziergang im Waterfrontpark. Auf dem Pier konnten wir uns den Wind um die Nase wehen lassen und die tolle Aussicht auf Charleston Downtown genießen. Nachmittags kamen noch Freunde mit ihrer Tochter zum Grillen vorbei und für die Kids gab es eine zweite Ostereier-Suchaktion. Diesmal hat Ben das mit dem Körbchen verstanden. Die Erwachsenen haben sich vielmehr über die gegrillten Burger gefreut, wobei danach noch Platz für den ein oder anderen Schoko-Osterhasen blieb...



























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