Sonntag, 19. November 2017

Sommerurlaub in New England



Es ist schon eine ganze Weile her, aber hier kommt endlich der Bericht über unseren wunderschönen Sommerurlaub in Massachusetts. Der August in Charleston war mit über 30 Grad mal wieder viel zu heiß. Da Moritz sich mit seinen damals 2 Monaten als recht unkompliziertes Baby erwiesen hatte, haben wir es gewagt und sind mit dem Flieger der Hitze entflohen: Es ging für eine Woche in den kühleren Norden nach Boston. Ein reiner Städtetrip mit zwei Kids kam für uns allerdings nicht in Frage. Zu stressig. Daher haben wir uns wieder für das Modell entschieden, das auch schon im Frühjahr bei unserem Trip nach Chicago gut funktioniert hat: Eine Unterkunft weit außerhalb der City und von dort in aller Ruhe mit dem Mietwagen sowohl das Umland als auch für ein, zwei Tage die Metropole erkunden.
Wir haben in Plymouth gewohnt. Wer im Geschichtsunterricht aufgepasst hat, der weiß noch: Hier betraten 1620 die ersten dauerhaften englischen Siedler amerikanischen Boden. Deshalb führte auch unser erster Weg zum sogenannten Plymouth Rock, um danach im Pilgrims State Park mit Blick auf die Marina zu entspannen. Wir haben es so genossen, endlich einmal bei nur 25 Grad mit einer leichten Brise ganz viel Zeit draußen verbringen zu können. (In South Carolina versteckt man sich im August in klimatisierten Räumen. Zumindest mit einem kleinen Baby.) Am nächsten Morgen ging es geschichtsträchtig weiter bei unserem Besuch der Plimoth Plantation, einem Nachbau der ersten englischen Siedlung aus dem 17. Jahrhundert. Ben fand es ganz spannend, in die kleinen Hütten zu schauen, herumlaufende Hühner zu zählen und in Holzboote zu klettern.
Nach den ersten idyllischen Tagen mit immer wieder kleinen Abstechern zum Strand und mit der einen oder anderen Wanderung in's Grüne hat es uns dann aber doch in die Großstadt gezogen. Zunächst ging es nach Cambridge, wo wir uns die Harvard University angesehen haben. Ganz schön beeindruckend, auch wenn dort mehr Touristen als Studenten zu sehen waren. Am nächsten Morgen stand dann endlich Boston Downtown auf dem Programm. Hier zeigte sich mal wieder, wie sehr sich ein Städtetrip mit Kids von einem ohne unterscheidet. Mit Rücksicht auf die beiden Zwerge haben wir bewusst nur einen großen Programmpunkt ausgesucht: Das Museumsschiff zur Boston Tea Party. Gute Wahl. Vor alle Ben fand es super. Er hat sich sogar an der Revolte beteiligt und (natürlich nach Aufforderung durch das Museumspersonal) einen Karton voller Tee in das Wasser gestoßen. Die restliche Zeit haben wir im Schatten der Hochhäuser ganz entspannt im Waterfront Park verbracht: Zum Mittagsschlaf für die Kids, zum Austoben auf dem Spielplatz und für ein anschließendes Picknick.
Am letzten Tag vor unserer Rückreise sind wir schließlich noch ein gutes Stück auf die Halbinsel Cape Code gefahren. Ziel war die gleichnamige Chips-Fabrik in Hyannis. Da gerade diese Marke zu Chris' liebsten Snacks gehört, musste die kurzweilige Fabriktour unbedingt sein, zumal es am Ende für jeden Besucher eine kleine Gratistüte gab. Danach noch ein flotter Spaziergang zum John F. Kennedy Memorial, ebenfalls in Hyannis, und die Kalorien waren direkt wieder abgelaufen. Insgesamt also ein wunderbarer erster Urlaub zu viert!

Flughafen Charleston: Ben und Chris verpacken die beiden Kindersitze. Man beachte: Nur ein Koffer für vier Personen!

Anflug auf Boston
Plymouth Rock: Auf diesem Stein betraten die ersten Siedler 1620 amerikanischen Boden
Entspannen im Pilgrims State Park in Plymouth





Besuch der Plimoth Plantation


Harvard University



Plymouth Long Beach



Boston Downtown



Boston Tea Party


Waterfront Park in Boston
Wandern in Plymouth


Chips-Fabrik in Hyannis


Auf dem Weg zum...
... John F. Kennedy Memorial



Samstag, 4. November 2017

Pumpkin Spice Everything



Vor zwei Jahren habe ich voller Erwartungen meinen ersten Pumpkin Spice Latte getrunken - und nie wieder. Geschmacklich hat mich das nicht überzeugt. Auch wenn das herbstliche Kultgetränk der Amerikaner, von wahren Kennern auch PSL genannt, gar keinen Kürbis enthält, sondern die berühmt-berüchtigte Pumpkin-Spice-Gewürzmischung aus Zimt, Ingwer, Muskat, Piment und Nelken. Der Hype beschränkt sich in diesen Wochen aber nicht nur auf Kaffee: In den Supermärkten werden die Regale gefüllt mit limitierten Sondereditionen an Butter, Mandeln, Chips oder Frischkäse mit "pumpkin spice flavor". Gekauft habe ich davon bisher nichts, aber jede Menge fotografiert. Eine Auswahl gibt es unter diesem Text. Darunter sogar Hundefutter mit "pumpkin flavor", wobei ich stark davon ausgehe, dass in diesem Fall auf die Gewürze verzichtet wurde...
Hinter der saisonalen Pumpkin-Spice-Besessenheit der Amerikaner steckt übrigens neben einer riesigen Marketing-Maschinerie vor allem Psychologie: "The aroma of pumpkin spice immediately transports people to all the warm and friendly times associated with pumpkin pie, holiday gatherings, families, celebrations, treats, sweets ... things that childhood memories are made of." (Kantha Schelke). Mehr dazu in diesem Artikel.

































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