Sonntag, 21. August 2016

Who let the dogs out? Baseball bei den Riverdogs

Zum ersten Mal haben wir ein Baseball-Spiel besucht und waren begeistert. Also nicht vom Spiel, das war, ehrlich gesagt, ziemlich öde. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass viele Besucher kaum wegen der "fesselnden" Spielzüge kommen. Vielmehr geht es um das ganze Drumherum und die tolle Stimmung: Eine spektakuläre Party für die ganze Familie, mit ein bisschen Baseball im Hintergrund. Dabei dreht es sich vor allem um eins: Essen. Es wurden ohne Ende Hot Dogs, Pizzen, Fritten, Eis und Chips verschlungen... Der helle Wahnsinn. Für Ben gab es sogar ein Kids-Menü umsonst... Das hat ihn aber gar nicht interessiert. Er stand lieber herum, hat zur lauten Musik geklatscht und sich im Kreis gedreht. Unendlich süß!
Auch Cola und Eistee flossen in großen Mengen, nur an ein kühles Bierchen, da kamen wir nicht so schnell heran. Aus einem der aufgestellten Kühlschränke nehmen und bezahlen? So einfach ging es nicht. Wir hatten ja noch keine orangefarbenen Bändchen, die uns (längst die 30 überschritten) eindeutig als über 21-Jährige identifizierten. Also die Kontroll-Dame im Getümmel gesucht, Ausweise gezeigt, Band kassiert und weitergemacht. Puh. Aber mich bringt eh nichts mehr aus der Ruhe, seit ich im letzten Jahr beim Kauf von alkoholfreiem Bier nach meinem Ausweis gefragt wurde...
Nach einer Stunde war das Spektakel leider für uns vorbei. Ben war von seiner Tanzerei und der Sonne so überdreht, dass wir nach Hause gefahren sind. Begleitet hat uns ein Ohrwurm, der immer wieder im Stadion gespielt wurde: "Who let the dogs out? Who? Who? Who? Who?"



























Sonntag, 14. August 2016

Auf der Langstrecke mit einem 1-Jährigen

Dass im Sommer der große Flug nach Deutschland ansteht, wussten wir schon lange. Damit Benjamins erster Flug nicht gleich neun Stunden dauert, haben wir testweise vorab im Mai einen kleinen Inlandsflug nach Washington gemacht. Es hat alles gut geklappt, Ben hat über den Wolken friedlich geschlummert und auch das Starten und Landen war kein Problem für ihn. Entsprechend beruhigt sahen wir dem langen Flug entgegen. Auf einigen anderen Blogs habe ich gelesen, dass Langstreckenflüge mit kleinen Kindern "total easy" sind - solange die Vorbereitungen stimmen. (Das ganze untermalt mit Fotos von entspannten  und gut gelaunten Kids an Bord). Das motivierte natürlich zusätzlich und ich habe sämtliche Tipps berücksichtigt: Im Rucksack waren Lieblingsbücher, Lieblingssnacks,  das iPad, die Kuscheldecke und sogar ein neues Spielzeug.
Wer an das "total easy" glauben will, sollte jetzt besser nicht weiterlesen. Spielzeug? Bücher? Snacks? Ein Kinderfilm? Das hat Benjamin immer nur für wenige Minuten begeistert. Unser "Walker" wollte lieber das gesamte Flugzeug erkunden und hat sich mit ganzer Kraft und großem Gebrüll aus dem Sitz bzw. von unserem Schoß gedrückt. Blickkontakt mit den anderen Fluggästen? Den haben wir einfach mal komplett vermieden.
Natürlich haben wir versucht, ihn zwischenzeitlich immer wieder laufen zu lassen. Dummerweise wollte er das vor allem beim Starten, Landen, bei kleinen Turbulenzen und sobald der Servicewagen umherfuhr. Auch die grünen Lichter unterhalb der Sitze in der Business Class haben ihn magisch angezogen. Da gab es dann direkt Ärger mit einer besonders kinderfreundlichen und einfühlsamen Stewardess...
Chris und ich waren schon nach wenigen Minuten schweißgebadet. Der regelmäßige Blick auf die Ankunftszeit hat uns verzweifeln lassen: Oh prima, "nur" noch sieben Stunden... Immerhin war die Reise nach Deutschland ein Nachtflug und Ben hat irgendwann einige Stunden geschlafen. Umso mehr Angst hatten wir vor dem 9-Stunden-Rückflug, der tagsüber stattfand. (andere Verbindungen gab es leider nicht.) Vorsichtshalber haben wir beim Mittagsimbiss an Bord direkt Weißwein bestellt. Das beruhigte die Nerven. Abgesehen von zwei kurzen Schläfchen (ca. 40 Minuten) haben wir dann nonstop versucht, den Zwerg irgendwie bei Laune und das protestierende Schreien in Grenzen zu halten. Im Sitzen, beim Laufen, sogar gemeinsam auf den Boden hockend (wir hatten Plätze mit besonders viel Fußraum gewählt.)
Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen wir endlich an und werden im nächsten Jahr auf keinen Fall wieder nach Deutschland fliegen. :-) Wir erobern nach der guten Erfahrung im Flug nach Washington lieber mit kurzen Inlandsflügen weitere Ecken der USA. Der nächste Trip für Oktober ist schon gebucht. 







Dienstag, 9. August 2016

Auf Spurensuche: Charles Towne Landing



Jetlag is over und wir sind wieder fit, um die Gegend zu erkunden. Wir haben nämlich noch lange nicht alles gesehen. Gefesselt hat uns am letzten Wochenende der Besuch von "Charles Towne Landing", nord-westlich des historischen Stadtkerns gelegen. Dort haben sich Ende des 17. Jahrhunderts die ersten englischen Siedler dauerhaft niedergelassen. Zu entdecken gab es jede Menge: Von der Befestigungsanlage samt Kanonen bis zum Schiff, mit dem die Kolonie beispielsweise Holz nach Barbados gebracht hat. Abgesehen von einigen archäologischen Ausgrabungsstätten ist natürlich alles nachgebaut. Das hat es aber nicht weniger spannend gemacht.
Für Benjamin war das Schiff ein riesiger Abenteuerspielplatz und wir mussten aufpassen, dass er nicht über Bord ging. Eines seiner Highlights war die captains cabine, die der verkleidete Matrose natürlich "nur für ihn" geöffnet hatte. Ebenfalls schwer begeistert war er vom animal forest. Hier wurden sämtliche Tiere gezeigt, die den Siedlern damals so in Carolina begegnet sind: Vom knuffigen Otter oder Stinktier bis zum weniger knuffigen Puma und Bären. Jeweils nicht in der Stofftier-Variante, sondern lebend - hinter Gittern.















Dienstag, 2. August 2016

Unser Urlaub in Deutschland

Seit gestern sind wir wieder in Charleston und blicken auf über zwei Wochen in Deutschland zurück: Es war eine wunderbare Zeit mit vielen Highlights und der Abschied von Freunden und der Familie fiel uns sehr schwer. Die traurige Stimmung änderte sich aber schlagartig, als wir aus dem Flughafen in Charleston traten: Blauer Himmel, 30 Grad und überall Palmen. Mit jeder Meile, die wir danach im Auto zurücklegten, verstärkte sich das Gefühl: Hier sind wir Zuhause! Wie vertraut uns die Stadt in den letzten 1,5 Jahren doch geworden ist.
Ein tolles Gefühl, endlich wieder in den eigenen vier Wänden im eigenen Bett zu schlafen, auch wenn die Nacht um 4.30 Uhr vorbei war (Jetlag!). Benjamin war nach der Ankunft ganz aufgeregt und hat jedes seiner Spielzeuge einzeln begrüßt. Der Zwerg hat den Rückflug insgesamt gut gemeistert, Chris und ich waren danach aber ziemlich fertig (ich schreibe zu unseren Erfahrungen mit Kind auf der Langstrecke noch einen ausführlichen Bericht).
Jetzt geht es darum, dem Wäscheberg Herr zu werden und langsam wieder in den Alltag zu finden. Dabei begleiten uns die tollen Erinnerungen aus Deutschland, eine Auswahl gibt es hier:

Besuch bei meinem Cousin im Brauhaus 
Tierschau mit der einen Tante...

Shopping-Tour mit der anderen...
Familienabend mit selbst gemachter Pizza





Auszeit für Chris und mich: Yoga in Michas und Ninas neuem Studio
Das haben wir sehr vermisst: Frische Brötchen!


So süß: Insgesamt gab es im Freundes- und Familienkreis fünf neue Babys zu bestaunen.
Große Liebe: Benjamin und die Kühe
Genial: ein Restaurant im Bergischen mit angrenzendem Spielplatz
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