Sonntag, 18. Juni 2017

Bens Lieblingssnack: Simple Banana Muffins



Zum Frühstück, in der Lunchbox für die Preschool oder als Nachmittagssnack: Diese "Toddler-Approved Banana Muffins" kommen bei uns seit Monaten regelmäßig zum Einsatz. Optisch kein Highlight, aber Ben liebt diesen Snack und hilft beim Backen immer gerne mit. Auch die Aufbewahrung ist simpel: Die Muffins halten sich in der Tiefkühltruhe bis zu zwölf Wochen, wobei wir definitiv in kürzeren Abständen für Nachschub sorgen müssen.

Zutaten für 12 Muffins:
260 Gramm Mehl
100 Gramm brauner Zucker
1 Teelöffel Zimt
1 Teelöffel Natron (oder Backpulver)
1/4 Teelöffel Salz
240 ml Wasser
55 Gramm Butter
5 reife Bananen

Und so geht's:
Ofen auf 175 Grad vorheizen. Muffinblech einfetten oder alternativ Muffinformen verwenden. Wasser und Butter in einer Schüssel verrühren; Mehl, Zucker, Zimt, Natron/Backpulver und Salz dazugeben. Die geschälten und zermatschten Bananen zuletzt in den Teig geben und vorsichtig verrühren. Die Muffinformen zu je 3/4 füllen und ca. 20-25 Minuten im Ofen backen. Gutes Gelingen!





















Samstag, 3. Juni 2017

Schwanger in den USA


Wie, es gibt eigentlich nur einen großen Ultraschall in der 20. Schwangerschaftswoche? Du hast weder einen Mutterpass noch eine Hebamme? Es wird kein CTG während der Schwangerschaft gemacht? Meine damaligen Berichte über die Schwangerschaftsvorsorge in den USA sorgten in Deutschland für ungläubiges Staunen, viele Rückfragen und teils für Kopfschütteln. Für mich persönlich war das vermeintlich lückenhafte System aber alles andere als bedauernswert: Ich habe mich von meiner Ärztin und dem gesamten Praxis- und Krankenhausteam bestens betreut gefühlt und vor zwei Jahren nach einer sehr entspannten Schwangerschaft und komplikationslosen Geburt ein putzmunteres Kind zur Welt gebracht.
Zum Ultraschall kommt es in den USA viel seltener, im Grunde nur am Anfang zur Feststellung der Schwangerschaft, dann zum großen Organcheck nach der ersten Hälfte und gegebenenfalls am Ende der Schwangerschaft, falls sich die Position des Babys im Bauch nicht zweifelsfrei ertasten lässt. Sicherlich spielt dabei eine große Rolle, dass es im amerikanischen Gesundheitssystem so viele Selbst- bzw. Teilzahler unter den Schwangeren gibt und man die Kosten entsprechend drosseln möchte. Ich habe aber auch das Gefühl, dass es sich bei der niedrigen Ultraschall-Frequenz um eine Einstellungssache handelt: Ein Ultraschall ist kein "Fotoapparat", sondern eine medizinische Notwendigkeit: Verläuft die Schwangerschaft komplikationsfrei, besteht kein Grund, ständig in den Bauch zu schauen. Beruhigt hat mich, dass routinemäßig ein besonders gründlicher Ultraschall um die 20. Schwangerschaftswoche herum erfolgt. Der dauert dann auch rund 30 bis 45 Minuten und es wird wirklich alles überprüft und vermessen. Danach gab es in meiner ersten Schwangerschaft keine weitere Beschallung mehr. Der Bauch und damit das Baby wuchsen, das war auch ohne Technik offensichtlich. Ansonsten bestehen die Vorsorgeuntersuchungen, die anfangs alle vier Wochen, dann im 14-Tage-Rhythmus und ab der 35. Woche alle sieben Tage erfolgen, jeweils aus Blutdruckmessen, Urinprobe, Wiegen und zahlreichen Fragen nach dem Wohlbefinden (z.B. Übelkeit? Kopfschmerzen? Übungswehen?). Den Herzschlag des Kindes prüft die Gynäkologin mittels Doppler, tastet danach den Bauch ab und vermisst ihn.
Besonders toll finde ich, dass die Frauenärzte hier in der Regel gleichzeitig das Fachgebiet Geburtshilfe beherrschen. Sie sind jeweils an ein Krankenhaus angebunden und leiten später auch die Geburt, können sogar einen Kaiserschnitt vornehmen. Man muss allerdings Glück haben, dass die eigene Ärztin Bereitschaft hat, sobald die Wehen einsetzen. Bei Benjamins Geburt hat es damals geklappt: Das vertraute Gesicht meiner Gynäkologin war umso besser, weil Hebammen zumindest hier im Süden der USA wenig verbreitet sind. Es gibt zwar Geburtshäuser, die von Hebammen geleitet werden, und sie bieten auch Hausgeburten an. Bei der Schwangerschaftsvorsorge und bei Krankenhausgeburten werden sie aber nicht automatisch hinzugezogen. Ich hatte jedenfalls keine, was mir vor und während der Geburt auch nicht gefehlt hat. Allerdings umso mehr in den ersten Wochen mit Baby allein zu Hause: So viel Fragen, so wenig Ahnung!
Insgesamt habe ich es sehr genossen, dass in den USA viel natürlicher mit der Tatsache Schwangerschaft umgegangen wird. Kein großer Hype, kein Babygrößen und -gewichtsvergleich unter werdenden Müttern und vor allem kein Grund, in Kontrollwahn zu verfallen. Zumindest nicht, solange sich die Schwangerschaft völlig normal entwickelt und es keine Anzeichen für Komplikationen gibt. Dass diese "Nüchternheit" sofort unterbrochen wird, sobald sich Abweichungen ergeben, zeigt aktuell meine zweite Schwangerschaft. Nach dem anfangs explosionsartigen Wachstum meines Bauches tut sich im letzten Trimester auffallend wenig, vor allem im Vergleich zu meiner ersten Schwangerschaft mit Ben (Stichwort Walross). Aus diesem Grund wurde letzte Woche ein zusätzlicher Ultraschall durchgeführt und siehe da: Alles in Ordnung, dem Zwerg geht es prima, er ist so groß wie er sein soll, scheint sich halt nur gut zu verstecken. Will sagen: Wenn es medizinisch notwendig erscheint, kommt die Technik natürlich zum Einsatz. Und das ist auch gut so.

Wer übrigens mit Blick auf Schwangerschaft und Geburt noch mehr zu den Unterschieden in Deutschland und den USA erfahren möchte, den interessiert vielleicht das kürzlich von den Autoren der Platform "CityKinder" veröffentlichte E-Book "Schwanger in Amerika" (hier der Link).  CityKinder ist ein Forum für deutschsprachige Familien rund um New York und hat zur Blogparade "Schwanger im Ausland" aufgerufen, an der ich mit diesem Beitrag gerne teilnehme. 

Sonntag, 21. Mai 2017

Unser Wochenende in Bildern

Ich schreibe gerade einen Text über die Schwangerschaftsvorsorge in den USA. Der ist allerdings noch nicht fertig und wird erst in den nächsten Tagen online gehen. Als Ersatz ein paar Bilder zu unserem wunderbaren Wochenende. Wir genießen die Zeit mit Ben gerade in vollen Zügen, bevor Ende Juni ein weiterer Wirbelwind unsere Welt auf den Kopf stellt und uns zur "family of four" macht. Mit einem Säugling werden Strandbesuche bei über 30 Grad natürlich erst einmal nicht drin sein. Daher können wir von "Sonne, Sand mehr Meer" in diesen Tagen gar nicht genug bekommen: Das Wochenende wurde direkt am Freitagabend mit einem Strandbesuch eingeleitet. Ben war so schnell im Wasser, dass wir ihm gar keine Badehose mehr anziehen konnten. Ein wenig plantschen, mit Papa ein paar Krebse und Muscheln genauer untersuchen, dann ging es schon wieder im Sonnenuntergang zurück nach Hause. Am Samstag stand ein Lunch-Date mit Freunden auf dem Programm. Ort des Geschehens: The Pickled Palate, ein kleines Bistro mit einem verwunschenen Garten im Vintage-Style. Hier gibt es sehr, sehr leckere Italian Panini und ganz viel Platz zum Spielen für die Kids.
Nach dem Mittagsschlaf waren wir auf einem Kindergeburtstag eingeladen. Typisch amerikanisch übrigens: Die Einladung galt von 3.30 bis 5 Uhr nachmittags. Genau 1,5 Stunden lang. Ich kann es der Mutter des Geburtstagskindes aber nicht verübeln: Sie hat erst vor zwei Wochen ihr zweites Kind bekommen. Respekt, dass sie überhaupt eingeladen hat. Ben hatte jedenfalls großen Spaß: Im aufgebauten Pool, im kleinen Kinder-Häuschen und natürlich vor allem mit der leckeren Torte, von der ich persönlich gerne ein zweites Stück gegessen hätte. Die Kalorienbombe landete aber schnell wieder in der klimatisierten Küche und so gut wie alle anderen Erwachsenen haben auch nicht davon gegessen. Chance vertan...
Sonntagmorgen wurde natürlich wieder der Strand angesteuert. Freunde hatten sich spontan dazu gesellt und so hatten wir einen unterhaltsamen und sehr entspannten Vormittag. Ben und seine Freundin June saßen die meiste Zeit in einem gebuddelten Loch und haben mit dem Schlamm gespielt. Praktisch für uns, keiner musste bei der Hitze den beiden 2-Jährigen hinterherrennen.
Nachmittags gab es auf unserer Terrasse selbst gemachten Nusskuchen (leider viel zu trocken, da half auch die Sahne nicht). Danach haben Ben und Chris den nächsten Spielplatz unsicher gemacht, während mich der Schreibtisch rief: Die letzten Korrekturen meiner Dissertation sind in der Zwischenzeit angekommen und ich will die Änderungsvorschläge und Kritikpunkte natürlich bearbeiten, bevor das Baby kommt.
Abends haben Chris und ich es endlich auch geschafft, unsere Anträge auszufüllen, damit wir bei der kommenden Bundestagswahl als sogenannte "Auslandsdeutsche" mitentscheiden dürfen. Der Papierkram war letztlich doch nicht so aufwändig, wie befürchtet. Jetzt sind wir gespannt auf die Wahlunterlagen, die uns zugesandt werden.



















Sonntag, 7. Mai 2017

Unser kleiner Amerikaner ist jetzt auch offiziell Deutscher


Die umständliche deutsche Bürokratie verfolgt uns bis nach Amerika: Rund ein Jahr hat es seit der Beantragung gedauert, bis Benjamins deutscher Pass letztens per Kurier bei uns eintrudelte. Dabei war damals im deutschen Generalkonsulat in Atlanta die Rede von drei bis vier Monaten. Auf meine freundliche Nachfrage habe ich vor einigen Wochen eine recht knappe und unfreundliche Mail in schönstem Behördendeutsch bekommen, dass die bislang fehlenden Unterlagen von unserer Seite halt noch immer nicht eingegangen sind. Zwei Stunden später dann eine zweite Nachricht: "Bitte ignorieren Sie die Aufforderung der vorherigen Mail" mit dem Hinweis, dass Benjamins Akte einfach auf dem falschen Stapel lag und der Pass jetzt zum Druck geleitet werde. Kurze Entschuldigung? Fehlanzeige. Ach ja, immerhin eine gute Vorbereitung auf unsere endgültige Rückkehr nach Deutschland im nächsten Jahr...
Wie unkompliziert war stattdessen die Beantragung des amerikanischen Passes, der Benjamin durch seine Geburt in den USA automatisch zusteht: Mit der ausgefüllten application, der Geburtsurkunde, Fotos und den elterlichen Ausweisen ging es im letzten Jahr zu einem offiziellen "passport office", wozu ausgewählte Postämter, öffentliche Bibliotheken oder Gerichte zählen. Die entsprechenden Mitarbeiter sind dort autorisiert, die Bewerbungsunterlagen zu prüfen und zum U.S. Department of State zu senden. Rund drei Wochen später lag der Pass in unserem Briefkasten.
Benjamins amerikanische und deutsche Staatsbürgerschaft gelten beide dauerhaft, er muss sich später nicht entscheiden. Chris und ich haben durch den U.S.-Pass unseres Kindes übrigens zunächst keine Vorteile. Sollte sich Ben allerdings entscheiden, später in den USA leben zu wollen, kann er laut dem Einwanderungsgesetz ab einem Alter von 21 Jahren einen Antrag auf Familienzusammenführung stellen und eine Green Card für uns als seine Eltern beantragen.

Samstag, 29. April 2017

Unser Osterwochenende in Bildern


Es ist schon zwei Wochen her, aber in South Carolina ticken die Uhren halt etwas langsamer. :-) Mit etwas Verspätung daher nun eine kleine Bilderflut zu unserem Osterwochenende. Die Feiertage konnten nicht besser starten als mit einem ausgiebigen Frühstück in meinem liebsten französischen Café. Milchkaffee und Croissants? Die gibt es nirgendwo besser. Danach zog es uns an den Strand. Zum Baden war es noch zu kühl, aber Ben war ohnehin zu beschäftigt mit seinem Truck. Stundenlang Löcher graben und Sand verfahren, das machte am Ende hungrig. Auf dem Rückweg nach Hause haben wir noch schnell an einer Pizzeria gehalten und der Tag war perfekt.
Das Eierfärben am nächsten Morgen gestaltete sich dann alles andere als einfach. Ben hat den ganzen Zauber nicht verstanden und wollte sein Ei direkt pellen - wie immer. Färben? Warum das denn auf einmal? Die Geschichte vom Osterhasen kam also (trotz des kleinen Büchleins von den Großeltern) noch nicht so an. Hoffen wir auf das nächste Jahr. Ansonsten stand viel Zeit auf der Terrasse auf dem Programm: zum Entspannen, Grillen und natürlich Baggerfahren.
Große Erwartungen hatten wir Eltern am Ostersonntag, nachdem wir am Abend vorher kleine Schokoeier und die typischen amerikanischen Plastikeier zum Aufklappen in der Wohnung versteckt hatten. Auch hier lief es anders als geplant: Ben fand die Idee, die gefundenen Eier in dem bereitgelegten Körbchen abzulegen, ziemlich blöd. Die meiste Schokolade wurden lieber direkt verdrückt und die in den Plastikeiern versteckten Sticker direkt auf ein Papier aufgeklebt. Immerhin war er auf diese Weise beschäftigt und ich konnte den Tisch decken: Ein süßes Frühstück mit selbst gemachtem Rosinenstuten wartete auf uns! Köstlich, sagten zumindest meine Männer. Mein Geruch und Geschmack wurde durch eine Nasennebenhöhlenentzündung flachgelegt und ich habe nix geschmeckt. Keinen Stuten, keine Schokoeier, keinen Schokohasen. Das war für mich in dieser Hinsicht ein sehr trauriges Osterfest...
Nach dem Frühstück dann ein netter Spaziergang im Waterfrontpark. Auf dem Pier konnten wir uns den Wind um die Nase wehen lassen und die tolle Aussicht auf Charleston Downtown genießen. Nachmittags kamen noch Freunde mit ihrer Tochter zum Grillen vorbei und für die Kids gab es eine zweite Ostereier-Suchaktion. Diesmal hat Ben das mit dem Körbchen verstanden. Die Erwachsenen haben sich vielmehr über die gegrillten Burger gefreut, wobei danach noch Platz für den ein oder anderen Schoko-Osterhasen blieb...



























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